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11 Jun

Clean Beauty: Strahlende Haut mit natürlicher Pflege

Back to nature: Das ist seit einigen Monaten mein Leitspruch, wenn es um die Auswahl der Pflegeprodukte für meine Haut geht. Schließlich gelangt alles, was wir auf unsere Haut geben direkt in unseren Körper. Und genau wie ich mich nicht tagtäglich mit fettigem Fast Food vollstopfe, möchte ich auch meiner Haut nur das Beste geben. Ich achte nun schon seit längerer Zeit darauf, nur noch Hautpflegeprodukte zu kaufen, die frei von unbedenklichen Inhaltsstoffen wie Sulfaten, Mineralölen & Co. sind und zudem tierversuchsfrei hergestellt werden. Clean Beauty nennt man das. Was ihr beachten musst um mit natürlicher Pflege strahlende Haut zu bekommen und weiter Tipps für alle, die auf Clean Beauty umsteigen wollen, erfahrt ihr im Folgenden.

Was ist Clean Beauty eigentlich?

Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff Clean Beauty Kosmetikprodukte, die frei von bedenklichen Inhaltsstoffen sind. Sie sind zudem vegan und werden tierversuchsfrei produziert. Allerdings birgt der Begriff auch sehr viel Interpretationsspielraum.

Ist Clean Beauty gleich Naturkosmetik? Nein. Nicht alle Produkte, die in die Kategorie Naturkosmetik fallen sind automatisch clean. Ja, richtig gelesen. Wie weiter oben bereits erwähnt bergen Begriffe wie „natürlich“ etc. seeehr viel Interpretationsspielraum. Wer sein Badezimmerregal wirklich clean machen möchte, sollte immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Beauty-Produkte werfen. Übrigens: Wer weitere Informationen zur Definition von Clean Beauty sucht oder wissen möchte, welche Marken und Produkte dazu gehören findet im Clean Beauty Guide von Douglas weitere Details.

Was sind bedenkliche Inhaltsstoffe?

Puh, hier ist es als Verbraucher sehr schwer, vollständig durchzusteigen. Es scheiden sich hier nicht nur die Geister der Experten sondern auch die der Marken. Die eine Liste ist länger, die andere kürzer und als Laie, der man als Konsument nunmal in den meisten Fällen ist kann man sich hier sehr schnell verwirren lassen. Nach langer Recherche, habe ich für euch einmal die Inhaltsstoffe zusammengefasst, die auf jeder Liste auftauchen:

  • Paraffine: Sie stehen im Verdacht, Krebs auszulösen und sind extrem umweltschädlich
  • Parabene: Sie können Hormonstörungen begünstigen.
  • Silikone: Auf den ersten Blick wirklich super Dinger – sie sorgen für sehr weiche Haut und Haare. Allerdings ist dieser Effekt nur oberflächlich.
  • Duftstoffe: In synthetischer aber in manchen Fällen auch in natürlicher Form können sie zu Hormonstörungen führen und freie Radikale begünstigen.
  • Toluol: Ganz harter Tobak – ein Lösungsmittel, das das Immunsystem beeinträchtigen kann.
  • Ethanolamine: Es handelt sich um Alkohole, die mit giftigen Chemikalien verunreinigt sind und die Krebs verursachen können.
  • BHA: Butyliertes Hysroxianisol ist ein Konservierungsmittel, das die Haut reizt.
  • Chemischer Sonnenschutz: Er steht in Verdacht, Hormonstörungen zu begünstigen

Und wie erkenne ich, ob ein Produkt frei von bedenklichen Inhaltsstoffen ist?

Generell gilt: Verbraucher dürfen nicht getäuscht werden. Deshalb kann man schon darauf vertrauen, wenn ein Produkt mit „frei von xyz“ angepriesen wird. Allerdings solltest du immer auf Nummer sicher gehen und einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Beinhaltet ein Produkt eines der weiter oben aufgeführten Inhaltsstoffe heißt es: Finger weg! Und leider ist es wirklich noch immer völlig gängig, sich tagtäglich mit bedenklichen Stoffen zu belasten.

Als Beispiel nenne ich hier immer wieder gern den Sonnenschutz: Circa 90 Prozent der in der Drogerie angebotenen Sonnenschutzprodukte sind chemischer Art. Ich habe in diesem Blogpost schon einmal erzählt, warum ich nur noch mineralische Filter verwende. Natürlich ist nicht jeder chemische Filter grundsätzlich schlecht. Die Tatsache, dass chemischer Sonnenschutz aber in vielen Fällen hormonell wirkt hat mich endgültig vom mineralischen Schutz überzeugt.

Ist alles andere dann Dirty Beauty?

Auch diese Frage kann ich mit einem klaren Nein beantworten. Wie bereits erwähnt ist nicht alles ohne Clean-Label schlecht. Wichtig ist aber, dass man als Verbraucher achtsam konsumiert und sich vor dem Kauf informiert.

Ist es überhaupt möglich, die Beauty-Routine komplett natürlich zu gestalten?

Sagen wir so: Es ist nicht unmöglich, aber sehr schwierig. Natürlich kann man komplett auf natürliche Öle umsteigen (Hier habe ich einen ausführlichen Blogpost über Gesichtsöle geschrieben.). Allerdings sollte man für eine vollständig natürliche Pflege auch den Umweltaspekt mit einbeziehen. Egal, wie natürlich manche Produkte sind, die Verpackungen bestehen oft aus sehr viel Plastik, was sowohl für die Umwelt als auch für den Organismus schädlich sein kann.

Ich finde es wichtig und richtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wir sind alle keine Heiligen, aber wir können kleine Schritte gehen, um uns und der Umwelt nachhaltig etwas Gutes zu tun.

Ines Ballali
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