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13 Apr

Das perfekte Brautkleid finden – 8 Tipps #twashionsaysyes

Gestern war verrückt. Wir haben geheiratet. Patrick und ich sind jetzt Mann und Frau und irgendwie können wir es noch nicht so richtig glauben. Unsere Familie und Freunde bescherten uns eine wunderschöne standesamtliche Hochzeit und wir könnten nicht dankbarer für all das sein. Heute sind wir bereits in Positano aufgewacht. Wir verbringen dort unseren Minimoon und ich dachte mir: Bei so viel Hochzeitsspam passt auch noch der zweite Artikel zur Brautkleidsuche wunderbar ins Programm. Heute möchte ich euch 8 Tipps mit auf den Weg geben, wie Bräute das perfekte Brautkleid finden. Nicht, weil ich allwissend bin, sondern weil ich es erst vor kurzem durchgemacht habe (Mehr dazu in diesem Beitrag.).

Das perfekte Brautkleid finden – 8 Tipps

Tipp 1: Make-up oder kein Make-up, das ist hier die Frage.

Ich habe einige Artikel zum Thema Brautkleidsuche gelesen bevor ich mich auf meine begeben habe und bin einige Male über den Tipp gestolpert, dass man am besten ungeschminkt in den Laden gehen soll. Ich teile diese Meinung überhaupt nicht. Ihr werdet an eurem großen Tag sicher Make-up im Gesicht haben, auch wenn es ein sehr natürliches ist. Ich lege euch also ans Herz, euch für eure Brautkleidsuche ein schönes, natürliches Make-up aufzulegen. Denn seien wir mal ehrlich: Wer sieht sich schon gern mit allen Makeln im Spiegel an und kann dann beurteilen, ob ihm ein Kleid steht? Richtig, niemand. Natürlich sollt ihr euch nicht zukleistern, aber eine leichte Foundation und ein wenig Rouge lassen den Teint frisch erscheinen und ihr fühlt euch automatisch wohler. Falls ihr der ganz natürliche Typ seid, der nie Make-up trägt, dann ist das natürlich etwas anderes. Jetzt mag der eine oder andere an dieser Stelle vielleicht das Argument der Hygiene anbringen, aber ihr könnt euch sicher sein: Ein geschulter Verkäufer schafft es, euch in jedes Brautkleid zu befördern, ohne dass es auch nur den kleinsten Make-up-Fleck abbekommt. Ich habe am Tag vorher noch einmal im Laden angerufen, weil ich verunsichert war und die Dame hat mir sogar ans Herz gelegt, mich zu schminken.

Tipp 2: Versteift euch nicht auf einen Stil/Schnitt

Ich kenne genau eine Braut, bei der das auf Anhieb (und nach dem dritten Kleid) geklappt hat und das ist meine Schwester. Von vielen anderen habe ich allerdings das Gegenteil gehört: Wer schon zu Anfang der Brautkleidsuche zu genaue Vorstellungen von seinem Traumkleid hat, der hat es in der Regel schwerer, das perfekte Brautkleid zu finden. Bei mir war es ähnlich: Ich wollte es sehr schlicht, ohne viel Tüll, weich fallend und was ich habe ist das genaue Gegenteil. In der Regel hat man als Braut nur einmal im Leben die Gelegenheit, eine Auswahl an atemberaubenden Kleidern anzuprobieren. Vor der Brautkleidsuche kann man also eigentlich gar nicht wissen, was einem steht und in was man sich wohlfühlt. Deshalb: Seid locker, entspannt euch und probiert vielleicht auch einfach mal ein Kleid an, von dem ihr auf dem Bügel sagt “Ne, also, sowas war ja gar nicht meine Vorstellung.”.

Tipp 3: Legt klare Regeln fest

Wenn ihr, wie bei mir, zu neunt loszieht, wird es sehr viele Meinungen geben. Glücklicherweise war das bei mir kein großes Problem, denn wir waren uns eigentlich fast immer alle einig. Ich habe aber bereits von Ausschreitungen (Das ist kein Scherz.) gehört, bei denen die Braut am Ende heulend in der Kabine saß (Im wahrsten Sinn des Wortes “zwischen Tüll und Tränen”). Damit soetwas nicht passiert ist es sinnvoll, vorher klare Regeln festzulegen. Eine könnte wie folgt lauten: Es wird zuerst auf die Meinung der Braut gewartet. Wenn die mitgebrachten Personen merken, dass sie ihr Traumkleid gefunden hat, sollten sie bei einer anderen Meinung ihrerseits im besten Fall milde Lächeln und im äußersten Notfall vielleicht noch ein paar Denkanstöße geben, warum sie finden, dass das Kleid vielleicht doch nicht ganz perfekt ist. Es wird aber nichts schlecht geredet oder gar ausgeredet. Eine Intervention sollte nur erlaubt sein, wenn sich alle Personen bis auf die Braut einig sind, dass das Kleid absolut grässlich ist und die Person nicht im besten Licht erscheinen lässt. Und dann aber bitte mit Vorsicht.

Tipp 4: Das perfekte Kauferlebnis

Ich habe mich bei Herzog Brautmode in Nürnberg bei meiner Anprobe mit White One Bridal so gut aufgehoben gefühlt, dass ich am liebsten noch ein wenig länger geblieben wäre. Wir haben viel gelacht, Späße gemacht und ich wurde sehr kompetent beraten. Meine älteste Freundin, die auch dieses Jahr heiratet, hat in einem Laden allerdings eine ganz andere Erfahrung gemacht: Die Verkäuferin ist nicht auf ihre Bedürfnisse eingegangen, hat sie versucht zu einer Entscheidung zu drängen und dadurch das eigentlich so schöne Erlebnis Brautkleidsuche richtig versaut. Sie entschied sich dann ziemlich schnell, ihr Kleid nicht dort zu kaufen, obwohl vielleicht ein passendes dabei gewesen wäre. Natürlich ist das Hauptziel einer Brautkleidsuche, das perfekte Brautkleid zu finden. Wenn aber der Weg dorthin nicht schön ist, sollte am besten schnell abgebogen werden. Sprich: Habt keine Scheu zu sagen “Nein!”, wenn euch der Verkäufer/die Verkäuferin unfreundlich oder nicht kompetent vorkommt. Glücklicherweise hat meine Freundin mittlerweile ihr Traumkleid gefunden und ist mehr als glücklich.

Tipp 5: Den Gänsehaut-Moment gibt es wirklich

Ich kann für mich und alle Bräute, die ihre Erfahrungen mit mir geteilt haben sprechen: Den Gänsehaut-Moment gibt es wirklich. Ich wusste schon in der Umkleide, als der Verkäufer noch die Tüllschichten zurechtgezupft hat, dass es DAS Kleid ist. Ich hatte Gänsehaut. Als ich aus der Umkleide lief und die Blicke der anderen sah, wurde ich in meiner Meinung bestärkt. Wartet also auf das Kleid, das rundum perfekt für euch ist. Setzt euch nicht unter Druck, schnell ein passendes Kleid zu finden. Wenn ihr in einem Laden nicht fündig werdet, dann zieht einfach weiter. Es gibt ja glücklicherweise unzählige Läden für Brautmode und mittlerweile auch online so wunderschöne Kleider.

Tipp 6: Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

Ich kann mich noch genau dran erinnern: Ich probierte ein traumhaft schönes Kleid an. Es zauberte eine tolle Silhouette, war wunderbar geschnitten, es blieb mir die Luft weg – und das nicht im positiven Sinn. Ich konnte darin einfach nicht atmen. So schön es auch war, ich musste mich dagegen entscheiden, denn eines war mir noch wichtiger, als schön auszusehen: Ich wollte mich an meinem großen Tag voll und ganz wohlfühlen – ohne Einschränkungen. Probiert auch, euch hinzusetzen und tanzt ein bisschen durch die Gegend. Klar, erwartet nicht, dass ihr ein Kleid findet, in dem ihr euch fühlt, als würdet ihr einen Jogginganzug tragen – sowas gibt’s nicht. Brautkleider sind was das Tragegefühl angeht immer gewöhnungsbedürftig. Eine gewisse Bewegungsfreiheit und die Aufrechterhaltung der wichtigsten Körperfunktionen sollte aber schon drin sein.

Tipp 7: Ich packe meine Tasche und nehme mit …

Einen trägerlosen BH und ein Höschen, das sich nicht abzeichnet – beides in nude und gegebenenfalls die Brautschuhe (oder welche in gleicher Höhe). Mehr gibt’s dazu auch nicht zu sagen.

In diesem Kleid blieb mir die Luft weg – im wahrsten Sinn des Wortes

Tipp 8: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Oder halt das Brautkleid. Diesen Tipp lest ihr vermutlich bereits zum hundertsten Mal, aber ich kann ihn euch wirklich ans Herz legen: Fangt rechtzeitig mit der Suche an. Direkt beim ersten Anlauf das Traumkleid zu finden ist eine Wunschvorstellung, die nicht jedem erfüllt wird. Plant also genügend Puffer ein. Ihr müsst das Kleid nämlich nicht nur finden, es muss in den meisten Fällen auch noch geliefert und angepasst werden – 6 Monate im Voraus ist das Minimum, aber es gilt: Je früher desto besser.

So, das wars auch schon. Wenn ihr diese Tipps beherzigt, werdet ihr mit Sicherheit bald das perfekte Brautkleid finden. Und jetzt bin ich neugierig: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Widersprecht ihr mir in einem Punkt oder ging es euch ähnlich? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.

Ines Ballali
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